Nicht alle
Lebensprobleme und seelischen
Konflikte sind im Sinne der
Psychotherapierichtlinien schon
als seelische Krankheiten
aufzufassen.
Einer seelischen Krankheit kann
aber häufig eine aktuelle
seelische Krise zugrunde liegen,
und umgekehrt kann eine
anlagemäßige Disposition oder
lebensgeschichtlich erworbene
Persönlichkeitsstruktur in eine
aktuelle Krise mit Krankheitswert
führen.
Und auch einer körperlichen
Erkrankung liegt oft ein primär
seelisch nicht lösbarer Konflikt-
oder Problembereich zugrunde.
In einem Erstgespräch und im
Verlauf von 5 sogenannten
Probesitzungen gelingt es in der
Regel zusammen mit dem
Patienten/der Patientin zu
klären, ob für das vorliegende
Beschwerdebild eine Psychotherapie
- und auch welche im Einzelfall -
sinnvoll und erfolgversprechend
ist.
Die von mir praktizierten Methoden
sind die analytische
Langzeittherapie und die
tiefenpsychologisch fundierte
Psychotherapie mit ihren
Sonderformen (s.w.u.).
Weiterhin kann geklärt werden,
ob auf der Beziehungsebene die
Passung zwischen Patient/Patientin
und der Psychotherapeutin gegeben
ist.
Nach den 5 Probesitzungen muß
in der Regel beim Kostenträger
ein Antrag auf Psychotherapie
gestellt werden, dem ein
ausführlicher Bericht der
Therapeutin an den Gutachter des
Kostenträgers beigefügt wird.
Dieser Bericht geht in einem
gesonderten und verschlossenen
Umschlag an den Gutachter und wird
nicht auf Sachbearbeiterebene beim
Kostenträger bearbeitet. Dieser
Vorgang nimmt ungefähr 4 Wochen
in Anspruch.
Liegt die Zusage der
Kostenübernahme vor, kann die
Therapie beginnen.
Die therapeutische Arbeit kann
individuell im Sitzen oder Liegen
erfolgen, die Frequenz der
wöchentlichen Sitzungen kann je
nach erforderlicher Therapie und
Vereinbarung 3 mal, 2 mal, 1 mal
oder seltener sein.
Das Ende der Psychotherapie
wird nicht allein durch den
Verlauf des therapeutischen
Prozesses bestimmt. Mit
entscheidend ist die Definition
der Obergrenze der
Kostenübernahme durch Kasse oder
Beihilfestelle. Diese Obergrenze
ist für jede Therapieart
unterschiedlich und unterscheidet
sich zudem bei den verschiedenen
Privatkassen erheblich.